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07.07.2017

Plädoyer für ein neues Zeitverständnis

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass unser Gehirn ein inneres Navi für räumliche Orientierung besitzt. So genannte Rasterzellen verknüpfen dabei die Informationen aus der Außenwelt zu einem Zellnetzwerk, sodass in unserem Geist eine räumliche Vorstellung entsteht.


Da liegt es nahe, dass unser Gehirn auch ein Navi für zeitliche Orientierung besitzt. Ein Zellnetzwerk, das unsere Gedanken in einen zeitlichen Zusammenhang bringt. Zumindest für die Vergangenheit scheint so ein Navi zu existieren. Sonst hätten wir kein Geschichtsbewusstsein. Doch wenn es um die Zukunft geht, ist unser zeitliches Navi nicht sehr zuverlässig. Da können wir unsere Ziele schon mal aus den Augen verlieren oder sie verfehlen.


Ist das Gehirn vielleicht gar nicht fähig, perspektivisch zu denken? Oder liegt es nur an unserem Verständnis von Zukunft? Wer an Schicksal oder andere äußere Einflüsse glaubt, die sein Leben bestimmen, kann sich seiner Ziele nie sicher sein. Doch langsam entwickelt sich ein neues Zeitbewusstsein, das von der Quantenphysik inspiriert ist.


Folgen wir der Quantenphysik, dann bestimmt jeder selbst über seine Zukunft. Denn hiernach ist Zeit eine Frage des Bewusstseins. Zeit findet nur in unserem Geist statt. Und so, wie wir darüber denken, so erleben wir sie auch. Daher ist es wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, wie wir über unsere Zukunft denken.


Wir sollten unsere Aufmerksamkeit mehr auf die Möglichkeiten lenken, die uns die Zeit gibt, als darauf, was wir versäumt haben. Denn die Vergangenheit steht uns nicht mehr zur Verfügung. Wer an dem festhält, was war, kann sich nicht frei und vorbehaltslos auf die Zukunft einlassen. Doch genau das brauchen wir, wenn wir frei und selbstbestimmt leben wollen.