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Februar 2017

Verborgene Schönheit

Von der eigenen Realität lernen

   

Zurzeit läuft in unseren Kinos der Film Verborgene Schönheit.  Darin spielt Will Smith einen Mann, der nach dem Tod seiner Tochter sein Vertrauen in das Leben verliert und alles, woran er vorher geglaubt hat, als eine Lüge empfindet – bis er sich irgendwann so weit aus dem Leben zurückgezogen hat, dass er nicht mehr weiß, ob das, was er gerade erlebt, noch real ist oder nur eine Illusion.

Das ist der Moment, in dem er anfängt, wieder Fragen über das Leben zu stellen. Mit anderen Menschen wieder Kontakt aufzunehmen. Und ihm wird klar, dass er selbst der Grund für den Realitätsverlust ist. Nicht das Leben hat ihn belogen, sondern er belügt das Leben, indem er sich weigert, die Wahrheit anzuerkennen. Er hält an der Vergangenheit fest. Und damit verliert er immer mehr den Kontakt zum Leben. Denn das Leben findet nur in der Gegenwart statt. Als er das erkennt, beginnt seine Heilung.


Der Film hat mich sehr berührt. Obwohl es hier um ein Einzelschicksal geht, ist er auch eine Metapher für unsere heutige Zeit. Denn vielen Menschen geht es momentan ähnlich. Sie fühlen sich von den offiziellen Meinungsführern betrogen und kapseln sich ab – in der Hoffnung, sich durch den Rückzug in die Vergangenheit wieder sicherer zu fühlen. Sie glauben, nur durch Abgrenzung überleben zu können.


Doch Isolation kann niemals die Antwort auf das Leben sein. Denn Leben entsteht durch Vereinigung. Das gilt auch für unser geistiges Leben. Wir brauchen die Kommunikation mit anderen, um uns intellektuell weiterentwickeln zu können. Denn unser Geist lebt davon, sich mit anderen zu vernetzen und Informationen auszutauschen. Doch wie wir alle wissen, ist eine Begegnung nur dann wirklich geistig bereichernd für uns, wenn wir uns ehrlich darauf einlassen. Wenn wir ohne Angst und ohne Vorbehalte miteinander kommunizieren können.


Dafür brauchen wir jedoch Selbstvertrauen. Wir können nicht ehrlich zu anderen sein, wenn wir uns selbst belügen. Wenn wir z.B. aus Pflichtgefühl handeln anstatt aus dem Herzen. Oder wenn wir das eigene Leben geringer schätzen als das der anderen. Immer, wenn wir nicht bei uns sind – nicht mit unserem Herzen verbunden sind - ignorieren wir uns. Und damit verlieren wir immer mehr Vertrauen in unser Leben.


Es kommt also auf die Herzkommunikation an. Echtes Leben findet nicht im Kopf statt, sondern im Herzen. Der Verstand kann nur das erfassen, was er bereits kennt. Doch unser Herz geht darüber hinaus. Es kann sich auf Unbekanntes einlassen. Und darum ist das Herz unsere Verbindung zum Leben. Denn das Leben ist ein Mysterium. Wir können es nicht kontrollieren. Es ist intelligenter als wir. Wir können nur lernen, es zu verstehen, indem wir unsere Realität annehmen. Und je besser uns das gelingt, umso mehr erkennen wir, dass alles einen Sinn ergibt. Nichts ist oder war sinnlos. Das ist das Mysterium – die verborgene Schönheit - unseres Lebens.


Die nächsten Wochen können aus astrologischer Sicht sehr chaotisch werden. Denn die Wassermannenergie ist wie ein Turbo, der alles in uns aufwirbelt, was uns nicht mehr dient – was der Vergangenheit angehört. Hinzu kommt, dass wir in diesem Monat eine Mond- und eine Sonnenfinsternis haben. Diese verstärken noch den Wunsch, sich von Altlasten zu befreien. Wir haben also jetzt die Chance, uns wieder ganz neu auf das Leben einzulassen – durch Herzkommunikation.